Morris – Humans and Agents in Software Engineering Loops
Bibliografische Angaben
Kief Morris, veröffentlicht in der Thoughtworks-Reihe „Exploring Gen AI“ auf martinfowler.com am 4. März 2026.
Original: Humans and Agents in Software Engineering Loops
Aussagen der Quelle
- Morris unterscheidet eine why loop für gewünschte Wirkung von einer how loop für die Herstellung funktionierender Software.
- Eine enge menschliche Prüfung jedes Agentenschritts kann selbst zur Engstelle werden.
- Human on the loop bedeutet, nicht jedes Artefakt einzeln zu reparieren, sondern den Harness zu verbessern, der solche Artefakte erzeugt und prüft.
- Interne Qualität bleibt relevant, weil Struktur und Wartbarkeit Zeit, Kosten und Zuverlässigkeit zukünftiger Agentenarbeit beeinflussen.
Relevanz für den Garden
Das Modell verbindet Harness Engineering mit Rollenveränderung und menschlicher Aufmerksamkeit als knapper Ressource. Es hilft, Autonomie nicht nur als „Mensch drin oder draußen“ zu diskutieren.
Morris prägt den Ausdruck nicht erstmals. Hexmoor, McLaughlan und Tuli beanspruchten bereits in einem 2007 eingereichten und 2009 veröffentlichten Fachartikel die Prägung von Man On The Loop. Bidochko verwendete Humans-on-the-Loop 2024 für ein LLM-Multi-Agent-System; Sanchez verband die Formulierung am 6. Februar 2026 ausdrücklich mit Agentic Engineering. Morris entwickelt den älteren Gedanken für Softwareentwicklungs-Loops weiter und konkretisiert ihn als Verbesserung des Harnesses.
Grenzen
Die Schleifen sind ein Denkmodell und keine Prozessreferenz oder empirisch bestätigte Reifegradskala. Die Grenze zwischen Why und How ist in realer Product Discovery häufig unscharf. Morris erläutert keine Begriffsgeschichte; sein einladendes „Let’s call this on the loop“ darf deshalb nicht als historischer Erstanspruch gelesen werden.